GEDENKEN 2022

Folgend werden Veranstaltungen gelistet, die im Rahmen des Gedenkens an das Pogrom Rostock-Lichtenhagen 1992 im Jahr 2022 in Rostock umgesetzt werden.

Aktuelles


30. Gedenken an das Pogrom in Rostock-Lichtenhagen: Drei Wanderausstellungen gastieren in der Societät maritim e.V.

Veranstalter*innen: Evangelisches Stadtpastorat, Friedrich Ebert Stiftung M-V, Soziale Bildung e.V., Bunt statt braun e.V., Societät maritim e.V.
Zeit + Ort: 31.07.2022–23.08.2022 (täglich 10-17 Uhr), August-Bebel-Str. 1, 18055 Rostock 
Inhalt:

In der Zeit vom 31.07. bis zum 23.08.2022 sind in der Societät maritim e.V. (August Bebel Straße 1, 18055 Rostock) anlässlich des 30. Gedenkens an das Pogrom in Rostock-Lichtenhagen 1992 drei Wanderausstellungen zu sehen.

  • „Todesopfer rechter Gewalt in Deutschland 1990 – 2012“ (Rebecca Forner, Opferperspektive e.V.)
  • „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ (Friedrich Ebert Stiftung)
  • „Von Menschen, Ansichten und Gesetzen. Rostock-Lichtenhagen – Mitten unter uns“ (Bunt statt braun e.V.)

Vor 30 Jahren kam es in Rostock-Lichtenhagen zu den bis dahin massivsten rassistischen Ausschreitungen der deutschen Nachkriegsgeschichte, die bis heute ein Symbol rechter Gewalt sind. Aber nicht nur Rostock und nicht nur 1992 wurden und werden unzählige Menschen durch rechte und rassistische Gewalt verletzt, getötet und traumatisiert – das Pogrom in Lichtenhagen war und ist kein Einzelfall.

Die drei Wanderausstellungen regen zum Erinnern, Gedenken und zur Auseinandersetzung mit dem Thema an und zeigen die Folgen rassistischer Gewalt für Betroffene auf. Sie erinnern an Todesopfer rechter Gewalt seit 1990 sowie die einzelnen Schicksale und verweisen auf Kontinuitäten rechter Gewalt bis heute. Weiterhin wird sich mit dem Pogrom in Rostock-Lichtenhagen 1992 auseinandergesetzt und thematisiert, welche Gefahr von Rechtsextremismus für Demokratie und Menschenwürde ausgeht.
Anmeldung: Keine
Mehr Infos unter: https://lichtenhagen-1992.de/kein-mord-mehr-3-wanderaustellungen/



August

SING MIT!

Veranstalter*innen: Diên Hông
Referent*innen: Stephan Brauer
Zeit + Ort: 01.08.2022 (17:00 – 18:00), Zentrum Kirchlicher Dienste,  Alter Markt 19, 18055 Rostock
Inhalt: Wegschauen und schweigen oder aufstehen und Meinung sagen? Mit unserem Chorprojekt entscheiden wir uns, Haltung zu zeigen! Und folgen damit dem diesjährigen Motto der internationalen Wochen gegen Rassismus.30 Jahre nach dem Pogrom von Lichtenhagen möchten wir mit Gesang und Musik ein Zeichen gegen Ausgrenzung, Rassismus und Gewalt setzen. Ab dem 16.05.2022 wöchentlich.
Anmeldung: Keine
Mehr Infos unter: https://www.dienhong.de/2022/04/22/sing-mit/


SING MIT!

Veranstalter*innen: Diên Hông
Referent*innen: Stephan Brauer
Zeit + Ort: 08.08.2022 (17:00 – 18:00), Zentrum Kirchlicher Dienste,  Alter Markt 19, 18055 Rostock
Inhalt: Wegschauen und schweigen oder aufstehen und Meinung sagen? Mit unserem Chorprojekt entscheiden wir uns, Haltung zu zeigen! Und folgen damit dem diesjährigen Motto der internationalen Wochen gegen Rassismus.30 Jahre nach dem Pogrom von Lichtenhagen möchten wir mit Gesang und Musik ein Zeichen gegen Ausgrenzung, Rassismus und Gewalt setzen. Ab dem 16.05.2022 wöchentlich.
Anmeldung: Keine
Mehr Infos unter: https://www.dienhong.de/2022/04/22/sing-mit/


Stadtrundgang „Gestern Heute Morgen“ 

Veranstalter*innen: Soziale Bildung e.V.
Referent*innen: Mitarbeitende von SoBi
Zeit + Ort: 10.08.2022 (16:00 – 19:00), Bushaltestelle S-Lichtenhagen
Inhalt: An die rassistische Gewalt im August 1992 in Rostock-Lichtenhagen erinnert seit 2017 das Denkmal „Gestern Heute Morgen“. Entlang der sechs Gedenkorte setzen wir uns mit den Perspektiven und dem Handeln der historischen Akteur*innen auseinander; diskutieren, wie es zum Pogrom kommen konnte und welche Auswirkungen dieses Kapitel der Rostocker Stadtgeschichte bis heute hat. Wir beschäftigen uns uns mit der gegenwärtigen Erinnerungskultur und kommen darüber ins Gespräch, wie ein angemessener gesellschaftlicher Umgang mit dem Ereignis aussehen sollte. Der Stadtrundgang ist interaktiv gestaltet und bezieht historische Originaldokumente ein.
Anmeldung: Ja
Mehr Infos unter: lichtenhagenarchiv@soziale-bildung.org 


SING MIT!

Veranstalter*innen: Diên Hông
Referent*innen: Stephan Brauer
Zeit + Ort: 15.08.2022 (17:00 – 18:00), Zentrum Kirchlicher Dienste,  Alter Markt 19, 18055 Rostock
Inhalt: Wegschauen und schweigen oder aufstehen und Meinung sagen? Mit unserem Chorprojekt entscheiden wir uns, Haltung zu zeigen! Und folgen damit dem diesjährigen Motto der internationalen Wochen gegen Rassismus.30 Jahre nach dem Pogrom von Lichtenhagen möchten wir mit Gesang und Musik ein Zeichen gegen Ausgrenzung, Rassismus und Gewalt setzen. Ab dem 16.05.2022 wöchentlich.
Anmeldung: Keine
Mehr Infos unter: https://www.dienhong.de/2022/04/22/sing-mit/


Lichtenhagen – gestern – heute – morgen. Eine interaktive Gesprächsreihe #4

Veranstalter*innen: Diên Hông e.V 
Referent*innen: /
Zeit + Ort: 18.08.2022 (18:00 Uhr), Pagode Lôc Uyên – Buddhistisches Zentrum, Wolgaster Str. 10, 18109 Lichtenhagen
Inhalt: Lichtenhagen – 50 Jahre ist der 1. Spatenstich her. Grund genug, über Erlebnisse, Erinnerungen und Zukunftswünsche zu sprechen. In fünf Gesprächskreisen mit unterschiedlichen Schwerpunkten möchten wir uns aktiv über die ersten Jahre im Stadtteil, über die Ereignisse von 1992, bis hin zu Zukunftswünschen austauschen.
Anmeldung: Anmeldungen auf Wunsch per E-Mail an: bildung@dienhong.de
Mehr Infos unter: https://www.dienhong.de/2022/04/26/lichtenhagen-gestern-heute-morgen/


Fotoausstellung „Hinter den Platten liegt der Strand“ von Nico Baumgarte

Veranstalter*innen: Hanse und Universitätsstadt Rostock
Zeit + Ort: 15.08. 16-20 Uhr Lichtenhäger Brink

Spaziergang durch die Ausstellung 16.08. 17:30-18:30 Uhr Lichtenhäger Brink 
Inhalt:

Der Fotograf Nico Baumgarten reist regelmäßig nach Rostock – aber nicht, um hier schöne Bilder von Meer und Strand zu machen. Er interessiert sich für die Plattenbausiedlungen aus der DDR. Obwohl in diesen Stadtteilen ein Großteil der Einwohner*innen Rostocks lebt, stehen sie kaum im Zentrum der Aufmerksamkeit. Doch in Zeiten von Wohnungsmangel, hohen Mietpreisen und Klimakrise gewinnen die Großwohnsiedlungen wieder an Bedeutung.

In Rostock-Lichtenhagen hat Nico Baumgarten die unterschiedlichsten Leute getroffen. Aus diesen Begegnungen entstanden Porträts und Aufnahmen von besonderen Orten, die keine typischen Postkartenmotive sind. Zu sehen sind die Fotos auf dem Lichtenhäger Brink – eine denkmalgeschützte Fußgängerzone, die in den 1970er Jahren als Kernstück des Wohngebiets geschaffen wurde. Die Ausstellung erfüllt auch den Wunsch vieler Menschen aus Lichtenhagen, den Brink wieder stärker zu beleben.

30 Jahre nach den rassistischen Anschlägen auf Migrant*innen und Gastarbeiter*innen in Lichtenhagen, ist der Stadtteil noch immer dafür bekannt. Fotos der Angriffe auf das „Sonnenblumenhaus“ sind in vielen Köpfen. Nico Baumgartens Fotografien sind der Versuch, neue Bilder von Lichtenhagen zu erzeugen. Dabei geht es nicht darum, die Vergangenheit zu vergessen. Sondern es geht um die Frage, wie die Zukunft in diesem Stadtteil gestaltet werden kann.


Mehr Infos unter: https://nicobaumgarten.net/lichtenhagen/


Von Lichtenhagen nach Horst: Institutioneller Rassismus damals und heute

Veranstalter*innen: Pro Bleiberecht MV
Zeit + Ort: 21.08.2022
Inhalt: Kundgebungen in Rostock und Horst – Detaillierte Infos folgen demnächst.
Anmeldung: Keine
Mehr Infos unter: http://bleiberecht-mv.org/de/2022/05/25/lichtenhagen-2022/


»Als wir uns vergaßen« – szenische Lesung

Veranstalter*innen: Juliane Hendes
Zeit + Ort: 21.08.2022 / 14.00 Uhr / Doberaner Platz
Inhalt: »Als wir uns vergaßen« fragt nach einer Erinnerung, die niemand haben möchte und die doch im Kollektiv-Gedächtnis sehr aktiv ist. Wer erinnert sich an was? Wer erinnert sich wie und warum? Und warum nicht? Die Wunde ist offen, auch dreißig Jahre danach. Aus der Perspektive zweier vermeintlich unbeteiligter Zeitzeug:innen fächert sich ein Panorama an Erinnerungen, Meinungen und Urteilen auf in einer Zeit, in der – wie heute – die (Welt-)Ereignisse die Menschen überholen. Wie aus einem trüben Nebel der Unwägbarkeiten schälen sich Vorurteile, rassistische Sprache und alte Muster, die mahnen, dass auch heute noch unser Denken unser Handeln bestimmt. Wie denkt man über wen? Wie redet man über wen? Welches Urteil fällt man über was und warum? Und was ist die Konsequenz daraus?

Text: Juliane Hendes / Regie: Anne Decker / Mit: Katja Körber und Christian Simon
Anmeldung: Keine
Mehr Infos unter: Link


„Wozu Rassismus“

@ Mirza Odabaşı

Veranstalter*innen: Evangelische Akademie der Nordkirche und Regionalzentrum für demokratische Kultur LK und Hansestadt Rostock, Universität Rostock, migra e.V.
Referent*innen: Prof. Dr. A. El-Mafaalani
Zeit + Ort: 23.08.2022 (19:00 – 21:00 Uhr), Aula der Universität Rostock
Inhalt: „Wer nicht rassistisch sein möchte, muss sich mit Rassismus auseinandersetzen, darüber sprechen und aktiv werden. Niemand muss sich rechtfertigen, dass er oder sie rassistisch denkt und handelt, sondern nur, wenn sie oder er nichts daran ändert.“, so Aladin El-Mafaalani. Seine Veröffentlichung „Wozu Rassismus“ aus dem Jahr 2021 lädt zur Auseinandersetzung mit dem Phänomen Rassismus ein.
Anmeldung: Bis zum 20.08.2022
Mehr Infos unter: https://www.akademie-nordkirche.de/veranstaltungen/aktuelles/1126


Interkultureller Chor (Auftritt)

Veranstalter*innen: Diên Hông
Referent*innen: Stephan Brauer
Zeit + Ort: 25.08.2022 , Stadthalle, Südring 90, 18059 Rostock
Inhalt: Wegschauen und schweigen oder aufstehen und Meinung sagen? Mit unserem Chorprojekt entscheiden wir uns, Haltung zu zeigen! Und folgen damit dem diesjährigen Motto der internationalen Wochen gegen Rassismus.30 Jahre nach dem Pogrom von Lichtenhagen möchten wir mit Gesang und Musik ein Zeichen gegen Ausgrenzung, Rassismus und Gewalt setzen. Ab dem 16.05.2022 wöchentlich.
Anmeldung: Keine
Mehr Infos unter: https://www.dienhong.de/2022/04/22/sing-mit/


„Diskriminierung und Rassismus aus postmigrantischer Perspektive“

Veranstalter*innen: Diên Hông
Zeit + Ort: 24.08.2022 ab 19:30 Uhr in der Rathaushalle
Inhalt: Wie erleben Menschen Alltagsrassismus und Diskriminierung in Rostock und MV heute? Welche Erfahrungen machen Verantwortlichen aus Politik, Verwaltung, Polizei, Medien und Zivilgesellschaft mit Formen von Rassismus? Wie stark sind sie sensibilisiert und wie reagieren sie? Wie wirken Gedenken und Erinnerungsarbeit zum Pogrom von Rostock-Lichtenhagen heute? Diese und weitere Fragen diskutieren u.a. die Integrationsbeauftragte des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Jana Michael, der Rostocker Polizeidirektor Achim Segebarth, die Journalistin Nhi Le und Vertreter*innen der Landes- und Kommunalpolitik. Es moderieren Mitglieder der Initiative Postmigrantisches Radio.
Anmeldung: Keine


„GEDENKEN – AUFKLÄREN – GESTALTEN“ 30 Jahre nach dem rassistischen Pogrom in Rostock-Lichtenhagen

Zeit + Ort: 25.08.2022 Stadthalle Foyer

Eine Reihe von Akteur*innen aus der Zivilgesellschaft haben sich mit der Stadtverwaltung zusammengefunden, um Veranstaltungen mit vielfältigen Formaten anzubieten. Am Vormittag sind Schulklassen eingeladen, sich aus verschiedenen Blickwinkeln mit historischen und aktuellen Fragen auseinanderzusetzen, die mit den Ereignissen im August 1992 in Verbindung stehen. Es finden Filmvorführungen, Ausstellungen und Workshops ausschließlich für angemeldete Schulklassen statt. Die Angebote sind bereits ausgebucht. 

Von 12.30 Uhr bis 18 Uhr können die Ausstellungen im Foyer von allen Interessierten erkundet werden.

Kurzinformationen zu den Ausstellungen: 

1.  „Vietnamesische Rostocker*innen“

Die Ausstellung des Vereins Diên Hông – Gemeinsam unter einem Dach zeigt Erinnerungen aus ca. 30 Jahren, illustriert mit Fotografien und anderen Zeitdokumenten. Gehen Sie auf Spurensuche, um das Erleben von Fremdsein und von Diskriminierung, aber auch von Akzeptanz besser zu verstehen.

weitere Informationen finden Sie hier 

 2. „Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen“

Die bilderreiche Ausstellung von Birgit Mair setzt sich mit den Verbrechen des NSU in den Jahren 1999 bis 2011 und deren gesellschaftlicher Aufarbeitung auseinander. Es wird unter anderem auch auf die Biographie des in Rostock ermoderten Mehmt Turgut eingegangen. 

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 3. „Von Menschen, Ansichten und Gesetzen. Rostock-Lichtenhagen – Mitten unter uns“

Die Ausstellung beleuchtet die rassistische Gewalt in Rostock-Lichtenhagen 1992 aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Dabei werden 12 Schautafeln durch weiteres Quellenmaterial ergänzt.

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 4. „Rechtsextremismus bekämpfen, Demokratie stärken“

Die Friedrich-Ebert-Stiftung MV informiert alltagsnah mit der Ausstellung über die Demokratie und deren Bedrohungen. Ein interaktiver Medientisch lädt zur Vertiefung ein. 

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5. „Rostock-Lichtenhagen im August 1992 – Fotografien von Martin Langer“

Martin Langer fotografierte im Auftrag des SPIEGEL Magazin drei Tage im August 1992 in Rostock. Die Schwarzweißaufnahmen, die teilweise um die Welt gingen, dokumentieren jenseits der rassistischen Gewalt auch Formen des Protestes und Menschen, die sich gegen Rassismus positionierten.

weitere Informationen finden Sie hier 

6. „BROTHERLAND“

Martina Zaninelli und Thomas Jacobs haben ehemalige Vertragsarbeiter*innen aus Angola, Mosambik und Vietnam in verschiedenen Bundesländern interviewt und porträtiert als auch Deutsche interviewt, die in den in den 1990er-Jahren in Hoyerswerda, Eberswalde und Rostock gelebt haben. BROTHERLAND gibt in Form von Bild und Audiobeiträgen Einblicke in das gesellschaftliche Ambiente, in der die rassistischen Angriffe stattgefunden haben und von einer breiten Masse legitimiert wurden.

 weitere Informationen finden Sie hier 

7. „Grenzerfahrungen- Wie Europa gegen Schutzsuchende aufrüstet“ 

PRO ASYL, die katholische Friedensbewegung pax christi und die Evangelische Arbeitsgemeinschaft Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) beleuchten mit der Ausstellung „Grenzerfahrungen – Wie die EU gegen Schutzsuchende aufrüstet“ und den dazu herausgegebenen Begleitmaterialien das Zusammenspiel und die Funktionsweise der aktuellen Politik der Abschottung und Aufrüstung an den EU-Außengrenzen, ihre brutalen Folgen für Schutzsuchende sowie die Profiteur*innen des Grenzgeschäfts.

weitere Informationen finden Sie hier

14 Uhr, Filmvorführung im Saal 2

„Wir sind jung, wir sind stark.“

Spielfilm, BRD 2015, 128 min, FSK 12, empf. ab 14

„Rostock 1992. Stefan hat sich schon lange von seinem Vater, einem SPD-Politiker abgewandt. Er hängt mit seiner Clique herum, darunter ein Rechtsradikaler, der die Gruppe in Schach hält. Die Vietnamesin Lien hat nach der Wende einen Job gefunden und will im Gegensatz zu ihrem Bruder und dessen schwangerer Frau in Deutschland bleiben. Am Abend des 24. August führt eine Mischung aus Langeweile, Aggressionen und rechten Parolen zum Pogrom.“


Kolloquium „Kommunale Erinnerung –
Kommunale Verantwortung? Zum Umgang mit rassistischer Gewalt der 90er Jahre.“

Veranstalter*innen: Heinrich-Böll-Stiftung MV, Institut für Politik- und Verwaltungswissenschaften und Historisches Institut an der Universität Rostock, Landeszentrale für politische Bildung MV
Referent*innen: /
Zeit + Ort: 25.08. (13 – 17 Uhr), Stadthalle Rostock
Inhalt:

Am 25.08.2022 wird im Rahmen des Gedenkens an die rassistischen Ausschreitungen in Lichtenhagen vor 30 Jahren ein wissenschaftliches Kolloquium stattfinden. In Zusammenarbeit der Universität Rostock, der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern und der Heinrich Böll Stiftung Mecklenburg-Vorpommern wird unter dem Motto „Kommunale Erinnerung- Kommunale Verantwortung“ der Umgang mit rassistischer Gewalt in den 1990er Jahren aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Dabei werden auch Erfahrungen aus anderen Städten in der Veranstaltung aufgegriffen.  Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. 

Um eine vorherige Anmeldung bis 22.08.2022 unter post@boell-mv.de wird gebeten.


Sinti und Roma – Ein Blick auf die gelebte Gegenwart und den täglichen Antiziganismus

Veranstalter*innen: JAZ e.V.; Literaturhaus Rostock

Beginn: 19:30 Uhr

Zeit + Ort: 25.08.22 / 19.30 Uhr / JAZ e.V., Lindenstrasse 3b, 18055 Rostock

Inhalt:

Liebe Freund:innen des Hauses, liebe Kolleg:innen, liebe Kooperationspartner:innen und liebe Kulturinteressierte,

wir freuen uns, Sie/Euch zu einer interessanten und hochkarätig besetzten Veranstaltung im Rahmen der Lichtenhagen ´92 Gedenkwoche zu uns ins JAZ einladen zu dürfen!

Am 25.08.2022 begrüßen wir bei uns als Gäste auf der Bühne Dotschy Reinhardt (Musikerin, Menschenrechtsaktivistin, Autorin) und Radoslav Ganev (Politologe, Konflikmanager, Gründer von Romanity). Merle Stöver (Aktivistin, Bloggerin, Antisemitismus- und Antiziganismusforscherin) wird als Moderatorin durch den Abend führen.

Themenschwerpunkt des Panels wird eine Gegenwartsbetrachtung der Lebensrealitäten von Roma und Sinti in Deutschland sein, ebenfalls wird ein Schlaglicht auf den täglichen und doch meist unbekannten Antiziganismus geworfen.

Nach dem Panel wird der Raum für Fragen und Diskussionen geöffnet.

Weitere Infos


Gegen Lagersystem und Rassismus! Get ready für die Demo in Lichtenhagen

Veranstalter*innen: Der Abend wird organisiert von Pro Bleiberecht MV und Women in Exile MV.
Referent*innen: /
Zeit + Ort: 26.08. Newcomer Café
Inhalt:

16 Uhr – Transpis und Schilder malen
18 Uhr – Doku über die Tour von Women in Exile durch MV mit Blick nach Lichtenhagen
20 Uhr – Küfa

Zur Doku:
Women in Exile sind seit 20 Jahren laut gegen das Lagersystem und Rassismus. Letztes Jahr sind sie durch verschiedene Unterkünfte in MV getourt. In der Doku blicken sie auf schlechte medizinische Versorgung im Asylsystem, auf Lagerpflicht und täglichen Rassismus. Women in Exile greift die rassistischen Gesetze an, die seit dem „Asylkompromiss“ 1993 – und damit mit direktem Bezug zu Lichtenhagen – Asylsuchende belasten. Im Nachgespräch ziehen wir gemeinsam mit Women In Exile MV die Linie von damals ins Heute.

Vor der Doku malen wir gemeinsam Transpis und Schilder für die Demo in Lichtenhagen. Im Anschluss gibt’s Küfa.

Der Abend wird organisiert von Pro Bleiberecht MV und Women in Exile MV.


Friedensandacht und Come Together

27.08. von 10-18 Uhr Stadtteil- und Begegnungszentrum Kolping in Lichtenhagen

In der Friedensandacht werden Themen wie Rassismus, Toleranz und Nachbarschaft aufgegriffen und musikalisch untermalt. Nach der etwa 30-minütigen Andacht sind alle Teilnehmer*innen und weitere Interessierte zu einem Come Together und Gedankenaustausch ins Begegnungscafé eingeladen. Bei einem kleinen Imbiss können wir miteinander ins Gespräch kommen. Das Café sowie der Kinder- und Jugendtreff sind bis 18 Uhr geöffnet.  Unterstützt wird die Veranstaltung durch den Seniorenbeirat Lichtenhagen.

Stadtteil-und Begegnungszentrum Kolping

Eutiner Str.20

18109 Rostock


Demonstration – Damals wie heute: Erinnern heißt verändern!

Veranstalter*innen: Bündnis „Gedenken an das Pogrom. Lichtenhagen 1992″
Zeit + Ort: 27. August 2022 (14 Uhr), Rostock-Lichtenhagen
Inhalt: 30 Jahre nach dem rassistischen Pogrom werden wir am 27. August 2022 gemeinsam in Rostock-Lichtenhagen auf die Straße gehen. Denn rassistische Gewalt und institutioneller Rassismus gehen bis heute Hand in Hand. Dem Erinnern muss ein Handeln folgen.
Anmeldung: Keine
Mehr Infos unter: https://gedenken-lichtenhagen.de/demo/


Wanderausstellung: „Vietnamesische Rostocker. Ehemalige Vertragsarbeiter erzählen

Veranstalter*innen: Heinrich-Böll-Stiftung MV, Frieda 23
Referent*innen: /
Zeit + Ort: 29.08 – 14.09, Frieda 23, Friedrichstraße 23, 18057 Rostock
Inhalt: In den 70er und 80er Jahren kamen zahlreiche Vietnames:innen als Vertragsarbeitnehmer:innen in die DDR.Wie war ihre Lebenssituation in Vietnam? Welche Vorstellungen hatten sie von der DDR und den Deutschen? Wie erlebten sie die Wendezeit, als plötzlich alles ungewiss war? Warum entschieden sie sich, hier zu bleiben, und wie sehen sie ihre Perspektive heute? Ehemalige vietnamesische Gastarbeiter:innen erzählen ihre persönlichen Geschichten von ihrer Ankunft in Rostock bis in die Gegenwart.
Anmeldung: /
Mehr Infos unter: /


Böll-Montagskino & Gespräch „Wir bleiben hier“ und „Bruderland ist abgebrannt“

Veranstalter*innen: Heinrich Böll Stiftung, Lichtspieltheater Wundervoll
Referent*innen: /
Zeit + Ort: 29.08.2022 (19:00 – 21:00), Lichtspieltheater Wundervoll
Inhalt: Zwei Filmvorstellungen mit anschließendem Gespräch über die Situation der Vertragsarbeiter:innen nach dem Zusammenbruch der DDR. 1989 lebten über 90.000 Vertragsarbeiterinnen und -arbeiter aus anderen sozialistischen Staaten in der DDR. Rund zwei Drittel davon kamen aus Vietnam. Die Dokumentation „Wir bleiben hier“ (1990) aus dem Fundus der DEFA schildert die Situation ehemaliger Vertragsarbeiter:innen aus Vietnam nach dem Zusammenbruch der DDR. Auf die Freude über den politischen Wandel und die Wiedervereinigung folgen Erfahrungen mit wachsendem Rassismus und die Angst, nach Vietnam abgeschoben zu werden. Auch Angelika Nguyens dokumentarischer Kurzfilm „Bruderland ist abgebrannt“ (1991) über die rechtliche und soziale Unsicherheit ist ein wichtiges zeithistorisches Dokument. Die Verträge, die die Arbeits- und Lebensgrundlagen definierten, verloren mit dem Mauerfall ihre Gültigkeit. Die ehemaligen Vertragsarbeiter:innen verloren ihre Stellen, die Wohnheime kündigten ihre Zimmer. Von Solidarität und Brüderlichkeit, schon zu DDR-Zeiten meist leere Worthülsen, blieb in der Realität wenig.
Anmeldung: Keine
Mehr Infos unter: https://www.auf-nach-mv.de/veranstaltungssuche/e-boell-montagskino-wir-bleiben-hier-bruderland-ist-abgebrannt


September

Interkultureller Chor (Auftritt)

Veranstalter*innen: Diên Hông
Referent*innen: Stephan Brauer
Zeit + Ort: 11.09.2022 , Volkstheater Rostock, Doberaner Str. 135, 18057 Rostock
Inhalt: Wegschauen und schweigen oder aufstehen und Meinung sagen? Mit unserem Chorprojekt entscheiden wir uns, Haltung zu zeigen! Und folgen damit dem diesjährigen Motto der internationalen Wochen gegen Rassismus.30 Jahre nach dem Pogrom von Lichtenhagen möchten wir mit Gesang und Musik ein Zeichen gegen Ausgrenzung, Rassismus und Gewalt setzen. Ab dem 16.05.2022 wöchentlich.
Anmeldung: Keine
Mehr Infos unter: https://www.dienhong.de/2022/04/22/sing-mit/


Lichtenhagen – gestern – heute – morgen. Eine interaktive Gesprächsreihe #5

Veranstalter*innen: Diên Hông e.V 
Referent*innen: /
Zeit + Ort: 22.09.2022 (18:00 Uhr), Pagode Lôc Uyên – Buddhistisches Zentrum, Wolgaster Str. 10, 18109 Lichtenhagen
Inhalt: Lichtenhagen – 50 Jahre ist der 1. Spatenstich her. Grund genug, über Erlebnisse, Erinnerungen und Zukunftswünsche zu sprechen. In fünf Gesprächskreisen mit unterschiedlichen Schwerpunkten möchten wir uns aktiv über die ersten Jahre im Stadtteil, über die Ereignisse von 1992, bis hin zu Zukunftswünschen austauschen.
Anmeldung: Anmeldungen auf Wunsch per E-Mail an: bildung@dienhong.de 
Mehr Infos unter: https://www.dienhong.de/2022/04/26/lichtenhagen-gestern-heute-morgen/


Stadtrundgang „Gestern Heute Morgen“ – ABGESAGT

Veranstalter*innen: Soziale Bildung e.V.
Referent*innen: Mitarbeitende von SoBi
Zeit + Ort: 28.09.2022 (16:00 – 19:00), Bushaltestelle S-Lichtenhagen
Inhalt: An die rassistische Gewalt im August 1992 in Rostock-Lichtenhagen erinnert seit 2017 das Denkmal „Gestern Heute Morgen“. Entlang der sechs Gedenkorte setzen wir uns mit den Perspektiven und dem Handeln der historischen Akteur*innen auseinander; diskutieren, wie es zum Pogrom kommen konnte und welche Auswirkungen dieses Kapitel der Rostocker Stadtgeschichte bis heute hat. Wir beschäftigen uns uns mit der gegenwärtigen Erinnerungskultur und kommen darüber ins Gespräch, wie ein angemessener gesellschaftlicher Umgang mit dem Ereignis aussehen sollte. Der Stadtrundgang ist interaktiv gestaltet und bezieht historische Originaldokumente ein.
Anmeldung: Ja
Mehr Infos unter: lichtenhagenarchiv@soziale-bildung.org 


Oktober

Interkultureller Chor (Auftritt)

Veranstalter*innen: Diên Hông
Referent*innen: Stephan Brauer
Zeit + Ort: 28.10.2022 (18:00) , Barocksaal Rostock, Schwaansche Str. 6, 18055 Rostock
Inhalt: Wegschauen und schweigen oder aufstehen und Meinung sagen? Mit unserem Chorprojekt entscheiden wir uns, Haltung zu zeigen! Und folgen damit dem diesjährigen Motto der internationalen Wochen gegen Rassismus.30 Jahre nach dem Pogrom von Lichtenhagen möchten wir mit Gesang und Musik ein Zeichen gegen Ausgrenzung, Rassismus und Gewalt setzen. Ab dem 16.05.2022 wöchentlich.
Anmeldung: Keine
Mehr Infos unter: https://www.dienhong.de/2022/04/22/sing-mit


Vergangene Veranstaltungen

März

Stadtrundgang Rostock Lichtenhagen 

Veranstalter*innen: Diên Hông e.V, Soziale Bildung e.V
Referent*innen: Stefanie Oster und Christoph Schultz 
Zeit + Ort: 20.03.2022, Rostock-Lichtenhagen 
Inhalt: An die rassistische Gewalt im August 1992 erinnern seit 2018 sechs Gedenkorte in Rostock. Wir erkunden die Denkmäler und diskutieren, was 1992 in Lichtenhagen passiert ist, wie es dazu kommen konnte, und welche Auswirkungen dieses Kapitel der Rostocker Stadtgeschichte bis heute hat.
Anmeldung: Keine
Mehr Infos unter: https://www.dienhong.de/2022/03/18/stadtrundgang-rostock-lichtenhagen/


April

„Lichtenhagen 1992“ in der Erinnerungskultur – lokale, nationale und internationale Perspektiven

Veranstalter*innen: Universität Rostock 
Referent*innen: Prof. Dr. Oliver Plessow 
Zeit + Ort :  05.04.2022 (17:15 – 18:45 Uhr), Ulmenstr. 69, Haus 1, Hörsaal 323
Inhalt: Der Vortrag nimmt die Stränge der Aufarbeitung und Erinnerung in den Blick, die sich von den rassistischen Ausschreitungen oder dem Pogrom – bis in die Gegenwart ziehen. Welche Narrative dominieren und wie werden die Ereignisse gerahmt? Wer sind die Träger:innen der Erinnerung und inwieweit sind diese institutionalisiert?
Anmeldung: Keine 
Mehr Infos unter: https://www.uni-rostock.de/en/universitaet/vielfalt-und-gleichstellung/vielfalt-und-antidiskriminierung/interdisziplinaere-vortragsreihe-sose-2022/


Doing Memory an rechte Gewalt. Perspektiven und Potentiale eines multiperspektivischen Erinnerns an Rostock-Lichtenhagen (ausschließlich digital)

Veranstalter*innen: Universität Rostock
Referent*innen: Prof. Dr. Tanja Thomas
Zeit + Ort : 12.04.2022 (17:15 – 18:45 Uhr), Ulmenstr. 69, Haus 1, Hörsaal 323
Inhalt: Um Potentiale eines ‚Doing Memory‘ für eine postmigrantische, plurale und demokratische Gesellschaft auszuloten, führt der Vortrag Konzepte zur Diskussion von Praktiken des Erinnerns und Vergessens mit Blick auf das Pogrom in Rostock-Lichtenhagen ein, er schaut zurück und lädt zum Austausch ein. 
Anmeldung: Keine
Mehr Infos unter: https://www.uni-rostock.de/en/universitaet/vielfalt-und-gleichstellung/vielfalt-und-antidiskriminierung/interdisziplinaere-vortragsreihe-sose-2022/


Rassistische Diskriminierung als Aspekt traumatischer Prozesse: Soziologische und pädagogische Perspektiven

Veranstalter*innen: Universität Rostock
Referent*innen: Prof. Dr. David Zimmermann
Zeit + Ort: 19.04.2022 (17:15 – 18:45 Uhr), Ulmenstr. 69, Haus 1, Hörsaal 323
Inhalt: Mit Rückgriff auf das Rahmenmodell der Sequentiellen Traumatisierung fokussiert der Vortrag die langfristigen sozialen Erfahrungen von Menschen, die von Rassismus betroffen sind und diskutiert die damit verbundenen erheblichen Belastungen. Mit Blick auf die massiven und lebensbedrohlichen Übergriffe insbesondere in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts auf Menschen mit Einwanderungsgeschichte sind es heute oft deren Kinder, die die „Narben“ der Übergriffe spüren und die sich mit eigenem Erleben mischen. Pädagogik und Beratung stehen deshalb vor hoch komplexen Aufgaben. 
Anmeldung: Keine 
Mehr Infos unter: https://www.uni-rostock.de/en/universitaet/vielfalt-und-gleichstellung/vielfalt-und-antidiskriminierung/interdisziplinaere-vortragsreihe-sose-2022/


Rekonstruktion der Nachgeschichte der ZASt in Lichtenhagen und der Einrichtung der ZASt in NostorfHorst

Veranstalter*innen: Universität Rostock
Referent*innen: Cindy Hader
Zeit + Ort: 26.4.2022 (17:15 – 18:45 Uhr), Ulmenstr. 69, Haus 1, Hörsaal 323
Inhalt: Der Vortrag widmet sich der Unterbringungssituation Geflüchteter im Anschluss an das Pogrom und rekonstruiert die stufenweise Verlagerung der sog. Zentralen Aufnahmestelle für Asylbewerber (ZASt) vom Rostocker Stadtteil Lichtenhagen in die ländliche Peripherie. In diesem Zuge thematisiert der Beitrag ebenfalls die Lücken in den archivierten Materialien: Welche Dokumente werden in staatlichen Archiven gesichert? Wer spricht dort zu wem und aus welcher Perspektive? Welche Stimmen sind abwesend? Welche Masternarrative werden durch diese Quellen bestärkt?
Anmeldung: Keine
Mehr Infos unter: https://www.uni-rostock.de/en/universitaet/vielfalt-und-gleichstellung/vielfalt-und-antidiskriminierung/interdisziplinaere-vortragsreihe-sose-2022/


Mai

Gedenken Lichtenhagen 92: Multimediale Stadttour

Veranstalter*innen: Heinrich-Böll-Stiftung MV, Evangelische Akademie der Nordkirche, Deutsche Vereinigung für politische Bildung MV  
Referent*innen: /
Zeit + Ort: 09.05.2022 (16:00 – 19:00 Uhr), Start am Rathaus Rostock
Inhalt: Zum Gedenken an die rassistischen Ausschreitungen wurden ab 2017 sechs Stelen an verschieden Orten der Hansestadt Rostock errichtet. Entlang einiger dieser Stelen führt die interaktive Stadttour, die neben Videoaufnahmen und Zeitzeug:innen-Audios, auch einen 20-minütigen Film mit einbezieht, der sich dem dezentralen Gedenken in Rostock widmet.
Anmeldung: Bis zum 04.05.2022 unter: post@boell.mv.de 
Mehr Infos unter: https://calendar.boell.de/de/event/gedenken-lichtenhagen-92-multimediale-stadttour


Das Sonnenblumenhaus: Hörspiel mit anschließender Diskussion mit Dan Thy Nguyen

Veranstalter*innen: Universität Rostock
Referent*innen: Dan Thy Nguyen 
Zeit + Ort: 10.05.2022 (17:15 – 18:45 Uhr), Ulmenstr. 69, Haus 1, Hörsaal 323
Inhalt: 2014 entwickelte und produzierte Dan Thy Nguyen das Theaterstück „Sonnenblumenhaus“ über das Pogrom von Rostock-Lichtenhagen, welches 2015 in seiner Hörspielversion die „Hörnixe“ gewonnen hat. Das Theaterstück dokumentiert das größte und fast vergessene rassistische Pogrom der deutschen Nachkriegsgeschichte und verarbeitet die Sicht der Überlebenden. 
Anmeldung: Keine
Mehr Infos unter: https://www.uni-rostock.de/en/universitaet/vielfalt-und-gleichstellung/vielfalt-und-antidiskriminierung/interdisziplinaere-vortragsreihe-sose-2022/


Doku „Das Boot ist voll und Ganz gegen Rassismus“ & Filmgespräch mit Aktivist*innen

Veranstalter*innen: PolDo, Pro Bleiberecht in MV
Referent*innen: /
Zeit + Ort:  12.05.2022 (19:00), Peter-Weiß-Haus Rostock
Inhalt: Am Donnerstag, 12. Mai, zeigt Pro Bleiberecht beim politischen Donnerstag im Peter-Weiss-Haus einen etwas älteren Film: „Das Boot ist voll… Und ganz gegen Rassismus!“ von 1999. Die Veranstaltung findet ihm Rahmen des Gedenkjahres an das Pogrom in Lichtenhagen statt.
Anmeldung: Keine
Mehr Infos unter: https://www.instagram.com/p/CdIGsyWAFvo/


SING MIT!

Veranstalter*innen: Diên Hông
Referent*innen: Stephan Brauer
Zeit + Ort: 16.05.2022 (17:00 – 18:00), Volkstheater Rostock, Doberaner Str. 135, 18057 Rostock
Inhalt: Wegschauen und schweigen oder aufstehen und Meinung sagen? Mit unserem Chorprojekt entscheiden wir uns, Haltung zu zeigen! Und folgen damit dem diesjährigen Motto der internationalen Wochen gegen Rassismus.30 Jahre nach dem Pogrom von Lichtenhagen möchten wir mit Gesang und Musik ein Zeichen gegen Ausgrenzung, Rassismus und Gewalt setzen. Ab dem 16.05.2022 wöchentlich.
Anmeldung: Keine
Mehr Infos unter: https://www.dienhong.de/2022/04/22/sing-mit/


Lichtenhagen – gestern – heute – morgen. Eine interaktive Gesprächsreihe #1

Veranstalter*innen: Diên Hông e.V
Referent*innen: /
Zeit + Ort: 19.05.2022 (18:00 Uhr), Pagode Lôc Uyên – Buddhistisches Zentrum, Wolgaster Str. 10, 18109 Lichtenhagen
Inhalt: Lichtenhagen – 50 Jahre ist der 1. Spatenstich her. Grund genug, über Erlebnisse, Erinnerungen und Zukunftswünsche zu sprechen. In fünf Gesprächskreisen mit unterschiedlichen Schwerpunkten möchten wir uns aktiv über die ersten Jahre im Stadtteil, über die Ereignisse von 1992, bis hin zu Zukunftswünschen austauschen.
Anmeldung: Anmeldungen auf Wunsch per E-Mail an: bildung@dienhong.de 
Mehr Infos unter: https://www.dienhong.de/2022/04/26/lichtenhagen-gestern-heute-morgen/


„Lichtenhagen 1992″ im klingenden Gedächtnis – Musikalische Medialisierungen in der internationalen Pop- und Jugendkultur

Veranstalter*innen: Universität Rostock 
Referent*innen: Frau Prof. Dr. phil. habil. Yvonne Wasserloos, Dr. Katharina Alexi
Zeit + Ort: 31.05.2022 (17:15 – 18:45), Ulmenstr. 69, Haus 1, Hörsaal 323
Inhalt: Das Pogrom in Lichtenhagen 1992 fand als historischer Moment einen vielschichtigen, auch über Deutschland hinausreichenden Nachhall. Dies betrifft sowohl die musikalische Produktion durch Bands diverser musikalischer Genres als auch die Performanz in Form von Gedenkkonzerten. Der Vortrag thematisiert Verarbeitungsmuster in der sprachlichen wie musikalischen Textur von Liedern, Videos etc. und deren Intention und nicht zuletzt Rezeption.
Anmeldung: Keine 
Mehr Infos unter: https://www.uni-rostock.de/en/universitaet/vielfalt-und-gleichstellung/vielfalt-und-antidiskriminierung/interdisziplinaere-vortragsreihe-sose-2022/


Juni

Ausstellung Brotherland 

Veranstalter*innen: Peter-Weiß-Haus
Referent*innen: Martina Zaninelli und Thomas Jacobs 
Zeit + Ort: 01.06.2022. – 17.06.2022, PWH  
Inhalt: Brotherland ist eine visuelle Untersuchung von Nationalismus, Gewalt und zerbrochenen Träumen. Es ist eine anhaltende Arbeit. Fotos, Archivmaterial und Interviews werden benutzt, um ungesehene Geschichten in einen größeren Kontext zu setzen und sie zurück in ein kollektives Narrativ zu bringen. 
Anmeldung: Keine
Mehr Infos unter: https://martinazaninelli.com/bro


Lichtenhagen – gestern – heute – morgen. Eine interaktive Gesprächsreihe #2

Veranstalter*innen: Diên Hông e.V
Referent*innen: /
Zeit + Ort: 16.06.2022 (18:00 Uhr), Pagode Lôc Uyên – Buddhistisches Zentrum, Wolgaster Str. 10, 18109 Lichtenhagen
Inhalt: Lichtenhagen – 50 Jahre ist der 1. Spatenstich her. Grund genug, über Erlebnisse, Erinnerungen und Zukunftswünsche zu sprechen. In fünf Gesprächskreisen mit unterschiedlichen Schwerpunkten möchten wir uns aktiv über die ersten Jahre im Stadtteil, über die Ereignisse von 1992, bis hin zu Zukunftswünschen austauschen.
Anmeldung: Anmeldungen auf Wunsch per E-Mail an: bildung@dienhong.de
Mehr Infos unter: https://www.dienhong.de/2022/04/26/lichtenhagen-gestern-heute-morgen/


Verfolgungsgeschichte der Sinti*zze und Rom*nja und das Pogrom in Rostock-Lichtenhagen

Veranstalter*innen: PolDo, SoBi e.V.
Referent*innen: Éva Ádám, Amaro Drom e.V 
Zeit + Ort: 16.06.2022 (19:00) , Online-Veranstaltung
Inhalt: Rassismus gegen Sinti*zze und Rom*nja war ein Kernbestandteil der Gewaltdynamik in Rostock-Lichtenhagen. Dem Pogrom ging monatelange rassistische Äußerungen von Politiker*innen, offene Ablehnung durch Stadtgesellschaft und stereotype Berichterstattung in den Medien voraus. Die Verfolgung von Sinti*zze und Rom*nja hat eine jahrhundertelange Geschichte, die von Versklavung im Mittelalter bis zum Porajmos, dem Mord an über 500.000 Menschen im Nationalsozialismus, reicht. Die Kontinuitäten der staatlichen Ausgrenzung, Ablehnung durch die Mehrheitsgesellschaft und rechten Gewalt wurden auch nach dem Pogrom in Rostock-Lichtenhagen keineswegs gebrochen, sondern bestehen bis heute fort. Trotzdem wird in den Erzählungen des Pogroms in Lichtenhagen die Bedeutung von Rassismus gegen Sinti*zze und Rom*nja oft ausgelassen. Der Vortrag nimmt diese Leerstelle in den Blick, gibt einen Einstieg in die Geschichte der Verfolgung und verortet die rassistischen Angriffe im August 1992 in ihr. 
Anmeldung: Ja unter lichtenhagenarchiv@soziale-bildung.org
Mehr Infos unter: https://peterweisshaus.de/veranstaltung/poldo-onlineveranstaltung-verfolgungsgeschichte-der-sintizze-und-romnja-und-das-pogrom-in-rostock-lichtenhagen/


Lesung & Gespräch „Wir waren wie Brüder

@Paula Winkler

Veranstalter*innen: Heinrich Böll Stiftung MV, JAZ e.V, Literaturhaus Rostock
Referent*innen: Daniel Schulz
Zeit + Ort: 20.06.2022 (19:30 – 21:00 Uhr), JAZ Rostock, Lindenstraße 3B
Inhalt: Er ist zehn, als in der DDR die Revolution ausbricht. Während sich viele nach Freiheit sehnen, hat er Angst: vor den Imperialisten und Faschisten, vor denen seine Lehrerinnen ihn gewarnt haben. Vor dem, was kommt und was er nicht kennt. Wenige Jahre später wird er wegen seiner langen Haare von Neonazis verfolgt. Gleichzeitig trifft er sich mit Rechten, weil er sich bei ihnen sicher fühlt. So sicher wie bei Mariam, deren Familie aus Georgien kommt und die vor gar nichts Angst hat. Doch er muss sich entscheiden, auf welcher Seite er steht. „Wir waren wie Brüder“ ist eine drastische Heraufbeschwörung der unmittelbaren Nachwendezeit – und ein nur allzu gegenwärtiger Roman über die oft banalen Ursprünge von Rassismus und rechter Gewalt.
Anmeldung: Keine
Mehr Infos unter: https://calendar.boell.de/de/event/lesung-gespraech-wir-waren-wie-brueder


Das Pogrom in Rostock-Lichtenhagen als institutionalisierter Rassismus

Veranstalter*innen: Universität Rostock 
Referent*innen: Dr. Kien Nghi Ha
Zeit + Ort: 21.06.2022 (17:15 – 18:45 Uhr), Ulmenstr. 69, Haus 1, Hörsaal 323
Inhalt: Institutionalisierter Rassismus spielt im damaligen wie heutigem Umgang mit diesem Pogrom eine fundamentale Rolle. So stellt sich die Frage, warum ausgerechnet in diesem Fall nicht nur die politische, sondern auch die juristische Aufarbeitung im Nachgang gescheitert ist. Trotz der überragenden gesellschaftlichen und kulturpolitischen Bedeutung dieses Ereignisses fand die wissenschaftliche Analyse und erinnerungspolitische Auseinandersetzung zunächst nicht wirklich statt. Auch nach ihrem zögerlichen Einsetzen verlief dieser Prozess schleppend und unbefriedigend, so dass nach unterschiedlichen Motiven und Interessen der beteiligten Akteure bei der Aufarbeitung gefragt werden muss.
Anmeldung: Keine
Mehr Infos unter: https://www.uni-rostock.de/en/universitaet/vielfalt-und-gleichstellung/vielfalt-und-antidiskriminierung/interdisziplinaere-vortragsreihe-sose-2022/


Vortrag mit Merle Stöver: Der Antiziganismus der „sauberen Deutschen“

Veranstalter*innen: Antifa United  
Referent*innen: Merle Stöver
Zeit + Ort: 24.06.2022 (19:00 Uhr), Cafe Median, Niklotstraße 5, 18057 Rostock
Inhalt: Die Frage, weshalb die antiziganistischen Dimensionen des Pogroms in Rostock-Lichtenhagen nahezu völlig unbekannt sind, führt uns auch zur Diskussion der brennenden Aktualität antiziganistischer Zustände. Denn während in Deutschland in Anbetracht der EU-Freizügigkeit über eine vermeintliche „Einwanderung in die Sozialsysteme“ und „Sozialschmarotzertum“ sinniert wird und sich in Städten wie Berlin, Duisburg oder Halle Bürgerinitiativen gegen vermeintliche „Problemhäuser“ gründen, ist eines klar: Sowohl die Gewaltbereitschaft des Antiziganismus als auch die Ignoranz gegenüber dieser findet sich nicht nur am rechten Rand, sie ist in der Mitte fest verankert.
Anmeldung: Keine
Mehr Infos unter: https://antifa-united.org/2022/05/30/veranstaltungen-im-juni/

Juni

SING MIT!

Veranstalter*innen: Diên Hông
Referent*innen: Stephan Brauer
Zeit + Ort: 27.06.2022 (17:00 – 18:00), Volkstheater Rostock, Doberaner Str. 135, 18057 Rostock
Inhalt: Wegschauen und schweigen oder aufstehen und Meinung sagen? Mit unserem Chorprojekt entscheiden wir uns, Haltung zu zeigen! Und folgen damit dem diesjährigen Motto der internationalen Wochen gegen Rassismus.30 Jahre nach dem Pogrom von Lichtenhagen möchten wir mit Gesang und Musik ein Zeichen gegen Ausgrenzung, Rassismus und Gewalt setzen. Ab dem 16.05.2022 wöchentlich.
Anmeldung: Keine
Mehr Infos unter: https://www.dienhong.de/2022/04/22/sing-mit/


Böll-Montagskino & Gespräch „ Revision“ 

@ Bernd Meiners / pong

Veranstalter*innen: Heinrich-Böll-Stiftung MV, Lichtspieltheater Wundervoll
Referent*innen: /
Zeit + Ort: 27.06.2022 (19:00 – 21:00), li.wu in der Frieda 23, Friedrichstr. 23, 18057 Rostock
Inhalt: Nadrensee, Mecklenburg-Vorpommern. Ein Bauer entdeckt 1992 die Leichen zweier Roma in einem Maisfeld. Beim Versuch, die EU-Außengrenze zu überschreiten, wurden sie von Jägern erschossen. Eine Verwechslung mit Wildschweinen, heißt es. Vier Jahre später beginnt ein Prozess, an dessen Ende die Schützen freigesprochen werden. Angehörige aus Rumänien erhalten von der Justiz weder Informationen noch Rechtsbeistand. Ein abgeschlossener Kriminalfall, der durch den Dokumentarfilm „Revision“ rekonstruiert wird. Regisseur Philip Scheffner verknüpft Akten, Orte und Erinnerungen. Lässt auf seiner Spurensuche die Familien von Grigore Velcu und Eudache Calderar zu Wort kommen und hinterfragt, was wirklich geschehen ist.
Anmeldung: Keine
Mehr Infos unter: https://calendar.boell.de/de/event/boell-montagskino-revision


Juli

SING MIT!

Veranstalter*innen: Diên Hông
Referent*innen: Stephan Brauer
Zeit + Ort: 04.07.2022 (17:00 – 18:00), Zentrum Kirchlicher Dienste,  Alter Markt 19, 18055 Rostock
Inhalt: Wegschauen und schweigen oder aufstehen und Meinung sagen? Mit unserem Chorprojekt entscheiden wir uns, Haltung zu zeigen! Und folgen damit dem diesjährigen Motto der internationalen Wochen gegen Rassismus.30 Jahre nach dem Pogrom von Lichtenhagen möchten wir mit Gesang und Musik ein Zeichen gegen Ausgrenzung, Rassismus und Gewalt setzen. Ab dem 16.05.2022 wöchentlich.
Anmeldung: Keine
Mehr Infos unter: https://www.dienhong.de/2022/04/22/sing-mit/


On Air! Radioworkshop 8. – 10. Juli

Veranstalter*innen: Diên Hông e.V
Referent*innen: Initiative Postmigrantisches Radio 
Zeit + Ort: 08.07.2022 – 10.07.2022
Inhalt: Die rassistischen Ausschreitungen von Rostock-Lichtenhagen 1992 sind Ausgangspunkt für folgenden Fragestellungen: Was hat das Pogrom von Rostock-Lichtenhagen mit mir zu tun?, wo erleben wir Rassismus heute und wie möchte ich mich dazu als betroffene Person äußern?, wie möchte ich mit meinen eigenen Erfahrungen umgehen? Diesen Fragen möchte sich die Initiative Postmigrantisches Radio gemeinsam mit euch annähern. Ob Interview, Podcast oder Radiokunst – in diesem Workshop wollen nicht nur gemeinsam nachdenken, sondern auch herausfinden, wie wir unser Nachdenken über das Radio hörbar machen können.
Anmeldung: Bis zum 06.07.2022 per E-Mail an bildung@dienhong.de
Mehr Infos unter: https://www.dienhong.de/2022/06/09/on-air-radioworkshop-8-10-juli/


SING MIT!

Veranstalter*innen: Diên Hông
Referent*innen: Stephan Brauer
Zeit + Ort: 11.07.2022 (17:00 – 18:00), Zentrum Kirchlicher Dienste,  Alter Markt 19, 18055 Rostock
Inhalt: Wegschauen und schweigen oder aufstehen und Meinung sagen? Mit unserem Chorprojekt entscheiden wir uns, Haltung zu zeigen! Und folgen damit dem diesjährigen Motto der internationalen Wochen gegen Rassismus.30 Jahre nach dem Pogrom von Lichtenhagen möchten wir mit Gesang und Musik ein Zeichen gegen Ausgrenzung, Rassismus und Gewalt setzen. Ab dem 16.05.2022 wöchentlich.
Anmeldung: Keine
Mehr Infos unter: https://www.dienhong.de/2022/04/22/sing-mit/


Die betroffenen Geflüchteten des Pogroms in Rostock-Lichtenhagen 1992

Veranstalter*innen: Universität Rostock
Referent*innen: Stefane Oster und Johann Henningsen 
Zeit + Ort: 12.7.2022 (17:15 – 18:45), Ulmenstr. 69, Haus 1, Hörsaal 323
Inhalt: „Roma aus Rumänien“ – so werden die im Sommer 1992 in der Lichtenhägener ZASt ankommenden Geflüchteten gemeinhin beschrieben. Sowohl in der Forschung als auch in der medialen Bearbeitung und dem Gedenken an das Pogrom fehlen die Perspektiven und Geschichten dieser Hauptzeug*innen des Geschehens. Das aktuelle Forschungsprojekt beleuchtet diese Leerstelle und der Vortrag präsentiert erste Ergebnisse.
Anmeldung: Keine
Mehr Infos unter: https://www.uni-rostock.de/en/universitaet/vielfalt-und-gleichstellung/vielfalt-und-antidiskriminierung/interdisziplinaere-vortragsreihe-sose-2022/


Stadtrundgang „Gestern Heute Morgen“ 

Veranstalter*innen: Soziale Bildung e.V.
Referent*innen: Mitarbeitende von SoBi
Zeit + Ort: 13.07.2022 (16:00 – 19:00), Bushaltestelle S-Lichtenhagen
Inhalt: An die rassistische Gewalt im August 1992 in Rostock-Lichtenhagen erinnert seit 2017 das Denkmal „Gestern Heute Morgen“. Entlang der sechs Gedenkorte setzen wir uns mit den Perspektiven und dem Handeln der historischen Akteur*innen auseinander; diskutieren, wie es zum Pogrom kommen konnte und welche Auswirkungen dieses Kapitel der Rostocker Stadtgeschichte bis heute hat. Wir beschäftigen uns uns mit der gegenwärtigen Erinnerungskultur und kommen darüber ins Gespräch, wie ein angemessener gesellschaftlicher Umgang mit dem Ereignis aussehen sollte. Der Stadtrundgang ist interaktiv gestaltet und bezieht historische Originaldokumente ein.
Anmeldung: Ja
Mehr Infos unter: lichtenhagenarchiv@soziale-bildung.org 


Lesung: „Women in Exile – Breaking Borders to Build Bridges“

Veranstalter*innen: Pro Bleiberecht M–V, PolDo
Referent*innen: Women in Exile
Zeit + Ort: 14.07.2022 (19:00), Peter-Weiß-Haus, Doberaner Str. 21, 18057 Rostock
Inhalt: Women in Exile reißen Grenzen ein, um Brücken zu bauen. Im Sommer 2021 tourten sie gegen Rassismus und Lager durch MV. Seitdem gibt es Women in Exile MV, die sich bei der Veranstaltung vorstellen. Der unermüdliche Kampf von Women in Exile gegen das diskriminierende Asylsystem und die Zwangsunterbringung von Asylsuchenden in Sammellagern steht für den anhaltenden Kampf von Aktivist:innen gegen institutionellen Rassismus. Women in Exile kämpfen seit 20 Jahren für die Rechte geflüchteter Frauen. In ihrem neuen kollektiv geschriebenen Sammelband erzählen sie ihre Geschichten: Von den Gründen, die Heimat zu verlassen, vom diskriminierenden Asylverfahren, von der Situation in den Flüchtlingslagern und vom Kampf für die Abschaffung der Lager. Und auch vom Recht auf Gesundheitsversorgung, Bewegungsfreiheit, Empowerment, Selbstreflexion und von der Zusammenarbeit mit Freund:innen.
Anmeldung: Keine
Mehr Infos unter: http://bleiberecht-mv.org/de/2022/05/25/lichtenhagen-2022/


Lichtenhagen – gestern – heute – morgen. Eine interaktive Gesprächsreihe #3

Veranstalter*innen: Diên Hông
Referent*innen: /
Zeit + Ort: 21.07.2022 (18:00 Uhr), Pagode Lôc Uyên – Buddhistisches Zentrum, Wolgaster Str. 10, 18109 Lichtenhagen
Inhalt: Lichtenhagen – 50 Jahre ist der 1. Spatenstich her. Grund genug, über Erlebnisse, Erinnerungen und Zukunftswünsche zu sprechen. In fünf Gesprächskreisen mit unterschiedlichen Schwerpunkten möchten wir uns aktiv über die ersten Jahre im Stadtteil, über die Ereignisse von 1992, bis hin zu Zukunftswünschen austauschen.
Anmeldung: Anmeldungen auf Wunsch per E-Mail an: bildung@dienhong.de
Mehr Infos unter: https://www.dienhong.de/2022/04/26/lichtenhagen-gestern-heute-morgen/


Eröffnungsveranstaltung der Ausstellung „Todesopfer rechter Gewalt seit 1990“

Veranstalter*innen: Societät Maritim Rostock
Referent*innen: Jana Michael 
Zeit + Ort: 31.07.2022, August-Bebel-Str. 1, 18055 Rostock 
Inhalt: Die Ausstellung »Opfer rechter Gewalt seit 1990« erfasst jene Todesfälle, bei denen der Tat von Zeug*innen oder der Polizei eine rechte Tatmotivation zugeschrieben wurde und wenn in den Tatumständen Feindbilder gegen gesellschaftliche Gruppen erkennbar eine bestimmende oder eskalierende Rolle spielten. Zentral war der Nachweis einer rechten Tatmotivation. Die Ausstellung dokumentiert insgesamt 183 Fälle von 1990 bis 2017.
Die Ausstellung ist anschließend bis zum 23.08.2022 vor Ort.
Anmeldung: Keine
Mehr Infos unter: https://opfer-rechter-gewalt.de/ausstellung/