Angebote

Für die Buchung der pädagogischen Angebote fallen keine Kosten an. Eine Durchführung ist in ganz Mecklenburg-Vorpommern möglich.

Neben den hier aufgeführten Angeboten entwickeln wir gerne weitere pädagogische Konzepte, die sich an ihrer Gruppe, ihren Interessen und Bedarfen orientieren.

Webinar Lichtenhagen im Gedächtnis
Was ist 1992 in Rostock-Lichtenhagen rund um das Sonnenblumenhaus passiert? Wie konnte es zu diesem Ausbruch rassistischer Gewalt kommen? Wie geht die Stadt heute mit dem Ereignis um und was hat das Geschehene mir zu tun? Diesen Fragen gehen wir im Webinar auf den Grund. Ausgehend von persönlichen Erinnerungen im Umfeld der Teilnehmenden wird die gesellschaftliche Situation Anfang der 1990er Jahre in Mecklenburg-Vorpommern beleuchtet. Dabei lernen die Teilnehmenden verschiedene Lebenswirklichkeiten kennen und erarbeiten gemeinsam mit interaktiven Methoden die Hintergründe und Ursachen. Mittels eines historischen Dokumentarfilms rekonstruieren sie in Kleingruppen die rassistische Gewalteskalation in Rostock-Lichtenhagen und beschäftigen sich mit dem Verhalten, den Motiven und Handlungsspielräumen der verschiedenen Akteur*innen (u.a. Anwohner*innen, Polizei, staatliche Institutionen, Zivilgesellschaft, Angegriffene). Abschließend diskutieren die Teilnehmenden, was das damalige Ereignis mit der Gegenwart zu tun hat und reflektieren eigene Handlungsspielräume zur Gestaltung einer offenen, diversen Gesellschaft. Mehr Informationen
Projekttag Rostock Lichtenhagen 1992
Ein Projekttag zur Auseinandersetzung mit dem rassistischen Pogrom von Rostock Lichtenhagen 1992 Im August 1992 kam es im Stadtteil Lichtenhagen zu den bis dahin massivsten rassistischen Ausschreitungen der deutschen Nachkriegsgeschichte. Der Projekttag widmet sich diesem Kapitel der Rostocker Stadtgeschichte und geht den Fragen nach, wie es zum Pogrom kommen konnte und welche Auswirkungen das Ereignis bis heute hat. Die Teilnehmenden lernen die gesellschaftliche Situation Anfang der 1990er Jahre in Ostdeutschland kennen und diskutieren die Auswirkungen der historischen Ereignisse der (Nach)-Wendezeit auf das Leben verschiedener damals in Rostock wohnender Menschen. Sie rekonstruieren die rassistische Gewalteskalation multiperspektivisch und beschäftigen sich mit dem Verhalten wie Motiven der verschiedenen Akteur*innen (u.a. Anwohner*innen, Polizei, staatliche Institutionen, Zivilgesellschaft, Angegriffene). Sie analysieren, welche Handlungsspielräume die jeweiligen Gruppen hatten und wie sie diese nutzten. Die Teilnehmenden lernen die Auswirkungen und Folgen des Pogroms, insbesondere für die damals angegriffenen Menschen, kennen und setzen sich mit den nachträglichen Deutungen des Geschehens auseinander. Sie befassen sich mit der Frage, wie ein angemessener, gesellschaftlicher Umgang mit diesem Kapitel der Rostocker Stadtgeschichte aussehen könnte und welche Rolle sie selbst dabei einnehmen wollen. Die Methoden zielen zum einen darauf, das historische Ereignis zu rekonstruieren, zum anderen sollen die Teilnehmenden befähigt werden, eine begründete Haltung zum Geschehen zu entwickeln. Sie reflektieren kritisch, welche Konsequenzen sich vor dem Hintergrund des historischen Ereignisses für ihr eigenes Handeln und Verhalten in der Gegenwart ziehen lassen. Länge und Inhalt des Projekttags können individuell auf die Gruppe, ihr Vorwissen und ihre Interessen abgestimmt werden. Alter: ab 9. Klasse Dauer: 6x45 Min (oder nach Absprache) Gruppengröße: 10-30 Personen
Stadtrundgang Gestern Heute Morgen
Ein Stadtrundgang entlang der Stelen des Denkmals „Gestern Heute Morgen“ und weiterer historischer Orte in Rostock An das rassistische Pogrom in Rostock-Lichtenhagen erinnert seit 2016 das Denkmal „Gestern Heute Morgen“ der Künstlergruppe Schaum. Der Stadtrundgang begibt sich entlang der sechs Stelen des Denkmals, die an verschiedenen historischen und symbolischen Orten der Hansestadt stehen, auf Spurensuche. Stationen des Stadtrundgangs: 1. Stele „Selbstjustiz“ - Sonnenblumenhaus Lichtenhagen 2. Stele „Politk“ - Rathaus, Neuer Markt Rostock 3. Stele „Medien“ - Verlagshaus Ostsee-Zeitung, 4. Stele „Zivilcourage“ - ehem. Stadtort des Jugendalternativzentrums, Rosengarten 5. Stele „Staatsgewalt“ - Polizeiwache Ulmenstraße 6. Stele „Empathie“ - Doberaner Platz Anhand der Stelen setzen wir uns mit den Perspektiven und dem Handeln der historischen Akteur*innen auseinander; diskutieren, wie es zum Pogrom kommen konnte und welche Folgen und Auswirkungen das Ereignis bis heute hat. Wir beschäftigen uns mit der gegenwärtigen Erinnerungskultur und kommen darüber ins Gespräch, wie ein angemessener gesellschaftlicher Umgang mit dem Ereignis aussehen sollte. Der Stadtrundgang ist interaktiv gestaltet und bezieht historische Originaldokumente ein. Länge und Inhalt des Stadtrundgangs können individuell auf die Gruppe, ihr Vorwissen und ihre Interessen abgestimmt werden. Alter: ab 9. Klasse Dauer: mind. 3 Stunden Gruppengröße: 10-30 Personen