ARCHIV

Im Mittelpunkt des Archivs steht das Ereignis Rostock-Lichtenhagen 1992, welches sich mit einer Vor- und Nachgeschichte verbindet. Dieser nähere Kontext wird mit Hilfe von Primärquellen abgebildet.

Das Ereignis wiederum bettet sich ein in die gesellschaftlichen Zustände zu Beginn der 1990er Jahre und ist auf verschiedene Ursachen zurückzuführen.

Dieser erweiterte Kontext spiegelt sich im Wesentlichen in Form von Sekundärliteratur und wird ab August 2017 Bestandteil dieser Webseite und der bildungspädagogischen Formate sein. Die Primärquellen sind in drei Bestände unterteilt, welche chronologisch aufeinander aufbauen.

  • Bestand I beschreibt die Vorgeschichte (18.03. 1990 – 02.10. 1990) und umreißt die Zeit von der letzten Volkskammerwahl bis zum Vortag der Wiedervereinigung.
  • Bestand II verortet die Ereignisgeschichte (03.10. 1990 – 31. 08. 1992) und reicht von der Wiedervereinigung bis zur Bündnisdemonstration in Folge des Pogroms.
  • Die Nachgeschichte (01.09. 1992 – 03.12. 1993) spiegelt sich in Bestand III wieder und erstreckt sich bis zum Rücktritt des Oberbürgermeisters Kilimann in Folge des kommunalen Untersuchungsausschusses. Darüber hinaus gehört zum Bestand III ein Sonderbestand Erinnerungskultur 2002 / 2012.

Das archivalische Ordnungsprinzip richtet sich nach der Provenienz, also nach der Herkunft und dem Entstehungszusammenhang der Primärquellen. Verkürzt formuliert unterteilt die Systematik horizontal fünf Verfassertypen:

  • Staatliche Institutionen (Judikative, Exekutive, Legislative),
  • Zivilgesellschaft (Privatpersonen, Initiativen und Vereine),
  • Medien (Printmedien),
  • Kultur, Bildung und Wirtschaft (Universitäten, Unternehmen, Erinnerungskultur) und
  • Extreme Rechte.

Diese ordnen sich vertikal nach dem Herkunftsort Kommune, Land, Bund und International.